dantons tod

Stiche aus der Zeit der französische Revolution werden auf ein schwebendes Leintuch projiziert.

Die Projektionen dienen teils als Ortsangaben für das Geschehen auf der Bühne, teils als visuelle Ergänzung.

... Von diesen Momenten gibt es ein paar. Die zwei vielleicht schönsten sind diese: Wenn Julie, Dantons Frau, sich am Ende umbringt, dann wird sie von der Tänzerin mit dem stärksten britischen Akzent gespielt. Sie war schon bei ihren kurzen Textpassagen vorher auf einer Leinwand übertitelt worden. Doch nun steht sie einfach nur am Bühnenrand, spricht nicht, und über ihr leuchten die Worte “Das Volk lief in den Gassen, jetzt ist alles still”. Auch ihr folgender, kurzer Monolog, an dessen Ende sie sich umbringt, wird in völligem Schweigen gezeigt. Einen eindringlicheren Moment habe ich im Theater selten erlebt....
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Nachtkritik
Deutschlandfunk

Text: Georg Büchner
Regie: Laurent Chetouane
Bühne: Patrick Koch
Kostüm: Sanna Dembowski
Musik: Leo Schmidthals
Dramaturgie: Jan Hain
Darsteller: Lisa Densem
Isabell Giebeler
Robert Gwisdek
Anna MacRae
Renato Schuch
Maik Solbach
Devid Striesow
Sigal Zouk

Schauspiel Köln 2010